Da sein, wo ich bin
Ich mag es nicht, wenn mein Gesprächspartner während unseres Gesprächs immer wieder Bekannte, die vorbeigehen grüßt. Ich selbst mache es aber auch. Ich mag es nicht, wenn mein Gesprächspartner während unseres Gesprächs seine email checkt. Ich selbst mache es aber auch.
Ich mag es, wenn mein Gesprächspartner mir während unseres Gesprächs seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Ich selbst mache es aber nicht immer so. Weil es so viel Wichtiges zu tun gibt, weil das Leben so spannend ist, weil der nächste wichtige Termin schon wartet, weil …
Wirklich da zu sein, wo ich bin fällt mir manchmal ganz schön schwer.
Ob Jesus damit auch Probleme hatte? Er hatte ja nur wenig Zeit, die er als Mensch auf der Erde verbrachte. Hatte ein wichtigen Auftrag. Hatte kein Handy, netbook, etc. für die Kommunikation seiner einzigartigen Botschaft. Und trotzdem beschäftigte er sich intensiv mit einer Gruppe von 12 Mitarbeitern, und geht unterwegs immer wieder auf die Nöte einzelner ein, selbst dann, wenn die Massen ihn feiern oder verfolgen wollen. Jesus war immer da, wo er war. Es gab für ihn keinen wichtigeren und besseren Ort als den, an dem er gerade war. Vielleicht ist das ein Teil des Geheimnisses zu lernen, da zu sein wo man ist. Hier kann - und möchte - ich noch einiges von Jesus lernen. Gut zu wissen, dass Jesus hier und heute ganz für mich da ist um mir dabei zu helfen.

